Das Ende des Zweiten Weltkrieges jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Zu diesem Anlass gibt es vom Büro für Friedenskultur ein breites Programm an Veranstaltungen.
Es wird sich hierbei mit prominenten Gegnern des nationalsozialistischen Staates auseinandergesetzt, aber auch die lokale Geschichte wird aufgearbeitet und es gibt Veranstaltungen, die sich mit dem Rechtspopulismus/Rechtsestremismus in unserer heutigen Gegenwart beschäftigen.
Besonders am 08. Mai finden mehrere Veranstaltungen parallel statt. Unter anderem wird im Forum am Dom ab 19:30 Uhr über die Bedeutung der Rede von Richard von Weizsäcker vom 08. Mai 1985 nachgedacht. In dieser Rede bezeichnete er die Kapitulation der Nazis als „Tag der Befreiung“. Eingeladen hierzu sind die Dozenten Prof. Dr. Juliane Brauer, Dr. Josef Könning und Dr. Michael Schober.
Die wahrscheinlich kontroverste Osnabrücker Persönlichkeit im Kontext des Nationalsozialismus ist Hans Georg Calmeyer. Eingesetzt in der Verwaltung in den besetzten Niederlanden hatte er auf Grundlage der Nürnberger Rassegesetze über das Leben von vielen Juden zu entscheiden. Dabei hat er auffällig viele Juden von der Deportation ausgenommen, viele sind aber auch wegen seiner Entscheidungen in den Tod geschickt worden. Seinem Wirken versucht der Film „Der ambivalente Herr Calmeyer“ gerecht zu werden, der am 25. Mai um 15 Uhr in der Gedenkstätte Augustaschacht gezeigt wird. Anschließend gibt es die Möglichkeit mit dem Regisseuren Reiner Wolf zu sprechen.
Es gibt aber noch viele weitere Veranstaltungen aus dieser Reihe. Alle sind ganz leicht bei uns im Kalender auffindbar. Einfach durchstöbern und die Termine wahrnehmen, die euch interessieren!

1948: Wiederaufbau des Osnabrücker Rathauses Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv – Abteilung Osnabrück

